Wie funktioniert „ÖV 21“?

ÖV 21



ÖV-Organisationen integrieren Fahrstrecken von freiwilligen AutofahrerInnen mit freien Sitzplätzen ins ÖV-Angebot.


Bei traditionellen Mitfahrsystemen (wie z.B. BlaBlaCar) muss eine Reise Tage oder Stunden im Voraus geplant werden.

„Dynamic Ridesharing“ (spontanes Mitfahren) funktioniert genau wie der heutige ÖV-Fahrplan in "Echtzeit". Dies ermöglicht Automobilisten, eine Fahrt mit freien Plätzen spätestens bei der Abfahrt anzumelden. 

Passagiere finden dann im ÖV-Fahrplan neben normalen ÖV-Angeboten auch Fahrstrecken von Automobilisten, die ihrem Transportbedürfnis entsprechen könnten.


Ablauf 

  1. Registrierung: AutofahrerIn registriert bei Fahrtbeginn das Fahrziel (Dauer: ca. 10 Sekunden).
  2. Matching: Das System macht das neue Angebot potenziellen Passagieren entlang der Fahrstrecke sichtbar. Bei Interesse buchen diese das neue ÖV-Angebot.
  3. Identifikation: Das Smartphone ermöglicht die sichere und schnelle Erkennung zwischen Fahrer und Gast am Strassenrand.
  4. Abrechnung: Die Bezahlung erfolgt automatisch und bargeldlos über die App.


Unterschied zu Taxi-Diensten (z.B. Uber oder autonome ÖV-Angebote) 

Während Dienste wie Uber und auch autonome ÖV-Angebote zusätzlichen Verkehr erzeugen (leere Fahrzeuge fahren herum, resp. müssen Passagiere abholen), nutzt „21“ nur den bereits vorhandenen Verkehr.

  • Kein Mehrverkehr, keine leeren Fahrten: Der Passagier steigt in ein Auto, das ohnehin unterwegs ist.
  • Keine neuen Fahrzeuge, keine neuen Fahrer: Automobilisten benötigen nur eine Motivation für ihre regelmässige Fahrstreckenanmeldung.
  • CO2-neutral: Der zusätzliche Energieaufwand pro beförderten Passagier ist nahezu null.


10 Gründe für „ÖV 21“

  • Smartphone-Technologie erlaubt heute eine schnelle und kostengünstige Erweiterung des ÖV-Angebots. 
  • Freiwillige AutofahrerInnen können einfach und sicher das ÖV-Angebot verbessern.
  • Solche Angebote sind genauso ökologisch wie der klassische ÖV, aber viel günstiger.
  • Sie erreichen auch ausserhalb der normalen ÖV-Einzugsgebiets neue Kunden.
  • In den Verkehrsspitzen wird das übrige ÖV-System entlastet.
  • Jeder Automobilist als neuer Passagier vermindert den Strassenverkehr.
  • Es werden KEINE neuen Strassen oder Fahrzeuge benötigt.
  • Die gemeldeten Fahrstrecken sind Datenbasis für eine präventive Verkehrssteuerung.
  • Aus zwei sich konkurrierenden Verkehrsträgern entsteht EIN NEUES VERKEHRSSYSTEM, das der gesamten Bevölkerung dient.
  • So entsteht ein Wettbewerbsvorteil für die Schweiz als Innovationsführer.
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Zusammenfassung ÖV 21.pdf

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